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Gott begegnen...

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Eröffnung:
Werde ruhig und sammle dich innerlich.
Beginne: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

Gebet:
Gott, du bist der Ich-bin-da.
Darauf vertrauen wir auch jetzt und heute.
Erfülle du uns nun mit deinem Geist.
Sprich zu uns im Wort der Schrift.
Und stärke unseren Glauben, unsere Hoffnung und Liebe.
Darum bitten wir, durch Christus, unseren Herrn. Amen.

 

 


 

 

Evangelium vom Sonntag, 22.03.: cry 1580550 1920
Kurzfassung: Joh 9, 1.6-9.13-17.34-38

In jener Zeit sah Jesus einen Mann, der seit seiner Geburt blind war.
Jesus spuckte auf die Erde; dann machte er mit dem Speichel einen Teig,
strich ihn dem Blinden auf die Augen
und sagte zu ihm: Geh und wasch dich in dem Teich Schiloach!
Schiloach heißt übersetzt: Der Gesandte.
Der Mann ging fort und wusch sich. Und als er zurückkam, konnte er sehen.
Die Nachbarn und andere, die ihn früher als Bettler gesehen hatten, sagten:
Ist das nicht der Mann, der dasaß und bettelte?
Einige sagten: Er ist es. Andere meinten: Nein, er sieht ihm nur ähnlich.
Er selbst aber sagte: Ich bin es.

Da brachten sie den Mann, der blind gewesen war, zu den Pharisäern.
Es war aber Sabbat an dem Tag, als Jesus den Teig gemacht
und ihm die Augen geöffnet hatte.
Auch die Pharisäer fragten ihn, wie er sehend geworden sei.
Der Mann antwortete ihnen: Er legte mir einen Teig auf die Augen;
dann wusch ich mich, und jetzt kann ich sehen.
Einige der Pharisäer meinten:
Dieser Mensch kann nicht von Gott sein, weil er den Sabbat nicht hält.
Andere aber sagten: Wie kann ein Sünder solche Zeichen tun?
So entstand eine Spaltung unter ihnen.

Da fragten sie den Blinden noch einmal:
Was sagst du selbst über ihn? Er hat doch deine Augen geöffnet.
Der Mann antwortete: Er ist ein Prophet.
Sie entgegneten ihm: Du bist ganz und gar in Sünden geboren,
und du willst uns belehren? Und sie stießen ihn hinaus.

Jesus hörte, dass sie ihn hinausgestoßen hatten,
und als er ihn traf, sagte er zu ihm: Glaubst du an den Menschensohn?
Der Mann antwortete: Wer ist das, Herr? Sag es mir, damit ich an ihn glaube.
Jesus sagte zu ihm: Du siehst ihn vor dir; er, der mit dir redet, ist es.
Er aber sagte: Ich glaube, Herr! Und er warf sich vor ihm nieder.

 


 

 

Hinführung: eye 1173863 1920
Blinde gab es zur Zeit von Jesus viele. Ihre Krankheit bedeutete den sozialen Tod. Sie waren sozial geächtet, konnten nicht heiraten und keine Familie gründen. Niemand sorgte für sie. Das Leben in Blindheit bedeutete zugleich ein Leben in Armut. Da war auch der physische Tod nicht weit.
Jesus geht gezielt auf solche Menschen zu. Er lässt diesen Blinden heute zur Sprache kommen. Er macht damit auf sein Leid aufmerksam. Er schenkt dem Blinden Aufmerksamkeit und damit Ansehen. Das verändert was. Das ermöglicht ein Wunder.
Die Geschichte kann uns aber noch mehr sagen: Menschliches Leben hängt oft am seidenen Faden. Was wir als sicher glauben, könnte sich als Illusion herausstellen. Sich das einzugestehen und hinter allen Dingen auf Gott und seinen Plan zu bauen, so fängt Glaube an.

Zum Weiterdenken:
- Er selbst aber sagte: Ich bin es.
„Erkenne dich selbst!“ steht über dem Apollotempel von Delphi. Wo sehe ich bei mir blinde Flecken? Was behindert mich? Wo lebe ich mit Handicaps, Behinderungen, Einschränkungen? Für vieles kann ich nichts! Umso schlimmer, dass es da ist. Körperlich. In meinem Herzen. Im Beruf. Wo leide ich, komme ich nicht weiter, stehe ich an? Wo ersehne ich Heilung?
Gott will mein Leid nicht! Er kann nichts dafür! Im Gegenteil: er leidet mit mir. Ich kann Gott das sagen. Und ihn bitten kann ich, dass er bei mir ist.

- So entstand eine Spaltung unter ihnen
Der Blinde wird von Jesus geheilt. Er sieht wieder. Viele andere um ihn sehen das nicht ein. Sie blicken es nicht! Wie gehe ich um mit Menschen, die mich nicht verstehen, die nicht auf meine Bedürfnisse schauen? Um mich und uns herum ist jetzt viel in Bewegung. Es scheint, als wollten einige jetzt noch rasch ihre Suppe kochen und ihr Schäfchen ins Trockene bringen.
Jesus lässt sich davon nicht irritieren. Es tut das, was er von Gott verstanden hat. Einander zum Nächsten werden, sich sorgen, helfen, für einander beten, das kann nie falsch sein. Das schafft Gemeinschaft und überwindet Spaltung.

- Glaubst du an den Menschensohn?
Der Blinde vertraut Jesus – im doppelten Sinne des Wortes – blind. Kann ich das auch? Was würde passieren, wenn ich Gott meine Fragen und meine Not anvertraue? Kann ich das dann loslassen und mich Gott anvertrauen? Vielleicht löst sich gerade jetzt ein Knoten bei mir. Ein blindes Auge wird sehend.
Wunder sind auch heute möglich. Gott hilft. Oft wird diese Hilfe durch Menschen vermittelt. In tiefer menschlicher Begegnung werden Lasten leichter und lassen sich abwerfen. Gott begegnet mir im Nächsten. Vielleicht versuche ich das einfach einmal zu ergründen.

→ Sicher hast du auch noch eigenen Gedanken! Nimm sie ernst. Fühl dich von Gott inspiriert und animiert. Schreibe deine Gedanken doch auf - für dich allein. Oder sprich mit deinen Lieben darüber. Solch ein Austausch kann euch wunderbar bereichern.

 


 

 

Abschluss: leather jacket 690316 1920
Schliesse - wenn du magst - diese Zeit der Meditation mit einem Gebet ab. Formuliere es frei. Bete(t) das Vater Unser oder dieses Gebet.

Allmächtiger Gott, du bist uns Zuflucht und Stärke,
viele Generationen vor uns haben dich als mächtig erfahren,
als Helfer in allen Nöten.
Steh allen bei, die von dieser Krise betroffen sind
und stärke in uns den Glauben,
dass du dich um jede und jeden von uns sorgst.
Darum bitten wir, durch Christus, unseren Herrn. Amen.
                                                                            (Martin Conrad)

Segen:
Barmherziger Gott, thank you 362164 1920
wenn wir kraftlos sind, stärkst du uns,
wenn uns der Mut verlässt, sprichst du Ermutigung zu,
wenn uns die Hoffnung verlässt, schenkst du neue Zuversicht,
wenn wir es auch nicht spüren, du bist da.
Dein Segen begleite uns heute und jeden Tag,
denn du bist mit uns alle Tage
bis zum Ende der Welt. Amen!