Vergangene Anlässe

Ostersonntag 2016__10Intensive Tage liegen hinter uns. Wir haben Jesus in den letzten Stunden seines Lebens begleitet, mit ihm gewacht, gebetet und über seinen Tod getrauert. Aber wir durften gleichzeitig miterleben, wie das Dunkel seines Todes durch das Licht seiner Auferstehung erhellt wurde. Es ist Ostern geworden. Jesus lebt. Er ist auferstanden. Halleluja.

Hoher Donnerstag 2016__6Unsere Feierlichkeiten begannen am Hohendonnerstag. Für manche recht überraschend feierte Bischof Felix mit uns das letzte Abendmahl Jesu. In seiner Predigt machte er deutlich, dass Jesus  bei diesem Abschiedsmahl ein eindrückliches Andenken hinterlassen hat: dass er nämlich da ist, uns nicht verlässt und vor allem dann gegenwärtig wird, wenn wir miteinander in seinem Sinne Mahl halten. Auch das zweite Vermächtnis dieses Abends wirkt nach. Mit der Fusswaschung gab Jesus auch uns den Auftrag, einander zu dienen und füreinander da zu sein. Er selbst hat das getan, sein Leben lang - bis zum Tod am Kreuz. Jesus hat immer getan, was er gesagt und gesagt, was er auch gelebt hat.
Hoher Donnerstag 2016__10Zum Zeichen dieses Dienens hat Bischof Felix nach der Predigt einigen (ehemaligen) Vorstandsmitgliedern des Frauenvereins die Füsse gewaschen und das letzte Abendmahl gefeiert. Im Anschluss an den Gottesdienst harrten wir mit Jesus vor dem ausgesetzten Allerheiligsten im stay&pray aus und beteten in Texten, Liedern und in Stille mit ihm in dieser Stunde der Angst.

Familienkreuzweg 2016__8Der Karfreitag stand ganz im Zeichen des Kreuzes Jesu. Im Familienkreuzweg begleiteten wir Jesus auf seinem Weg. Zu Beginn war es Jesu Aufforderung, einander zu lieben und Werke der Barmherzigkeit einzuüben, die uns zum Nachdenken brachte. Auf dem weiteren Weg trugen wir Scherben, Steine und Rosen mit uns als Zeichen unserer eigenen (Vor-)Urteile, unserer Lasten und Sorgen und unserer Trauer über Jesu Tod.

In der Karfreitagsliturgie am Nachmittag nahmen wir in einer ganz besonderen, stillen Stunde Abschied von Jesus. Wir mussten nicht nur das Unrecht, das Leid und den Tod Jesu aushalten, sondern auch sein Schweigen; seine Weigerung, sich zu verteidigen und laut zu protestieren.

Osternacht 2016__3Doch dann, in der Osternacht war es endlich so weit. Wieder mit Bischof Felix hörten wir vom befreienden Wirken Gottes durch die Zeit in verschiedenen Stellen der Bibel und zuletzt von der Auferstehung Jesu. Dies sei, so Bischof Felix, die „Halleluja-Nacht“, eine Nacht grosser Freude, die uns durch Jesu Sieg über den Tod und seine Begegnung als Auferstandener eins immer wieder bewusst mache: Du bist nicht allein.

Ostersonntag 2016__9Am Ostertag entfaltete der Kirchenchor samt Orchester die Osterfreude auch hörbar mit der Missa Sancti Nicolai-Messe von Haydn im Festgottesdienst. Und in seiner Predigt erklärte Pater Martin Werlen, dass Auferstehung immer etwas völlig Überraschendes ist. Das liess er gleich den Chor und das Orchester erfahren, als er spontan während der Predigt die zentrale Aussage des Sanctus anstimmten liess: „Erfüllt sind Himmel und Erde von seiner [Gottes] Herrlichkeit.“ Das sei, so Pater Martin, der Name Gottes. Er sei immer und überall und so könne man auch überall ihm, seiner Herrlichkeit aber auch seinem Geschenk der Auferstehung begegnen.

Ostermontag 2016__6In St. Wolfgang feiert wir dann in einem kleineren Gottesdienst noch einmal die Auferstehung Jesu und begegneten im Evangelium dem Auferstandenen. Besondere Freude hatten im Anschluss an den Gottesdienst vor allem die Kinder – als es nämlich zum traditionellen Eiersuchen um die Kirche St. Wolfgang ging.

Auch wenn die Osterfestgottesdienste nun für dieses Jahr vorbei sind, so wollen wir doch die Osterfreude im Herzen behalten und in unseren Alltag hinaustragen. Herzlichen Dank dabei auch allen, die an den vielen verschiedenen Liturgien und Anlässen sicht- oder unsichtbar beteiligt waren.

Hier gibt es noch mehr Bilder der Kar- und Ostertage.