Vergangene Anlässe

2017_03_29 OS-Atelier Judentum 03Im Gebetsraum der Synagoge erfuhren wir einiges über den jüdischen Glauben und religiöse Traditionen. Sogar der Tora-Schrein wurde für uns geöffnet. Es ist der Ort, an dem die Schriftrollen mit den Texten der Tora (entspricht den 5 Büchern Mose unserer Bibel) aufbewahrt und aus denen im Gottesdienst gelesen wird – natürlich auf Hebräisch. Bis heute werden solche Torarollen aus mit der Hand beschriebenem Pergament hergestellt, was sie nicht nur aus religiösen Gründen sehr wertvoll machen.
Am Sabbat, dem jüdischen Ruhetag am Samstag, ist jede Art von Arbeit verboten. Je nach religiöser Strömung wird sogar die Benutzung elektronischer Geräte am Sabbat als Arbeit angesehen. Wie können dann aber gläubige Juden als Polizisten oder Ärzte im Spital am Sabbat arbeiten? Dies geht, weil der Schutz der Menschen und lebensrettende Massnahmen vom Sabbatgebot entbinden.

Später erfuhren wir auch, warum an den Türpfosten jüdischer Häuser und Wohnungen kleine Kästchen angebracht sind. Es handelt sich dabei um eine Mesusa, in deren Inneren Abschnitte aus dem jüdischen Glaubensbekenntnis aufgeschrieben sind. „Höre Israel. Der Herr, unser Gott, der Herr ist einzig.“ An diesen Glauben an den einen und wahren Gott wird man so jedesmal erinnert, wenn man durch die Tür geht.

Viel zu schnell waren es dann wir, die an der Mesusa vorbei die Synagoge wieder verliessen. Mit neuen Erfahrungen und Einblicken in unsere ältere Schwesterreligion machten wir uns dann zufrieden auf den nach Heimweg.

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