Vergangene Anlässe

os anlass palmoel 02 20170523 1709436913Was haben Fertignudeln, Shampoo, Kekse, Seife, Waschmittel, Schokolade, Margarine und viele weitere Produkte gemeinsam? Sie alle beinhalten Palmöl. Denn Palmöl hat ganz besondere Eigenschaften, die für die Produktion von Nahrungsmitteln und Kosmetika sehr von Vorteil ist. Ausserdem ist die Ölpalme ertragreicher als alle anderen Alternativen wie Sonnenblumen oder Rapsöl. Also alles wunderbar?

Das dieser breite Einsatz von Palmöl auch grosse Probleme mit sich bringt, haben einige Oberstufenschülerinnen und -schüler am 16. Mai erfahren. Im Rahmen des Oberstufenreligionsunterrichts besuchte uns Frau Lisa Lüscher vom Hilfswerk Fastenopfer und machte uns auf die grossen Schattenseiten aufmerksam. Ölpalmen wachsen nur in einem sehr begrenzten Gebiet in der Nähe des Äquators. So braucht es dort immer mehr Anbauflächen. Durch Brandrodung werden riesige Flächen an tropischem Urwald, der grünen Lunge unserer Erde, vernichtet und wichtiger Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen verschwindet. Gleichzeitig setzt diese Rodung unvorstellbare Mengen an CO2 frei (laut 2010 allein in Kalimantan mehr als 140 Mio Tonnen) und beschleunigt damit den Klimawandel.
Aber es leidet nicht nur die Umwelt. Auch die Menschen in den dortigen Ländern (vor allem Indonesien und Malaysia) verlieren durch Landraub ihre Lebensgrundlage, werden unter Druck gesetzt und vertrieben. ( Weiterführende Informationen gibt es hier in einem Dokumentarfilm des ZDF)

Was also tun? In Gruppenarbeit setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit Möglichkeiten auseinander und gestalteten entsprechende Plakate. Eine Lösung tauchte dabei immer wieder auf: Man solle versuchen, Palmöl in Produkten zu vermeiden. Und das geht am Besten, indem auf Fertigprodukte verzichtet und frisch gekocht wird.
Eins wurde an diesem Abend allen klar – wir alle tragen miteinander Verantwortung für unsere Mitmenschen und für unsere Welt.

Hier gibt es weitere Plakate und Bilder.