Vergangene Anlässe

Pfarreireise2019_060

«Das war die Pfarreireise ins Südtirol»

«Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzälen».

Dieses Zitat von Matthias Claudius trifft für die dreissig Teilnehmenden der diesjährigen Reise unserer Pfarrei in der vergangenen Osterwoche treffend zu. Da gäbe es zu berichten, was wir alles über die Geschichte des «Alto Adige» - so heisst das Südtirol auf Italienisch – erfahren haben. Wir hörten, dass die nördlichste Provinz Italiens bis 1919 zum habsburgischen Kaiserreich Österreich gehörte. Der Besuch in Brixen, dem früheren Sitz des Fürstbischofs, in der Landeshauptstadt Bozen und im mittelalterlichen Städtchen Klausen mit seinem über den Felsen hinausragenden Kloster Säben hat uns diesen Einfluss mal für mal vor Augen geführt.

«Landschaft, Kunst, Kultur»

Unsere Reise war weit mehr als nur den historischen Sehenswürdigkeiten gewidmet. Vielmehr haben wir manches über Land und Volk Südtirols vernommen. Haben Sie gewusst, dass die romanische Sprache nicht nur in unseren Bündner Tälern, sondern auch – als ladinisch bezeichnet – im Dolomitengebiet in verwandter Form gesprochen wird? Wir begegneten der traditionellen und noch immer gepflegten Holzschnitzerkunst vor Ort im Grödnertal (Val Gardena). Es war beeindruckend, einem Fachmann zuzusehen, wie er bei höchster Konzentration mit Hammer und Hohlmeissel eine Figur aus Lindenholz formte und ihr dabei schon fast Leben einhauchte.

«(K)eine Pilgerreise»

Die Pfarreireise war zwar nicht als Pilgerreise gedacht, durfte aber sehr wohl auch in Erinnerung rufen, dass wir als christliche Gemeinschaft unterwegs waren. Unsere Absteige im wunderschön erhaltenen und grosszügig angelegten Augustinerkloster Neustift oberhalb Brixen bot uns ein beruhigendes und zum Verweilen anregendes Ambiente.
Speis und Trank aus Produkten der Region gehören immer auch zu den bekömmlichen Seiten des Reisens. Dass dabei das Südtirol viel zu bieten hat, durften wir nicht nur in auserlesenen Restaurants mit ihren Spezialitäten, sondern auch beim Besuch in der lokalen Bierbrauerei und bei der «Weinverkostung» erleben. Seither wissen wir, dass Gewürztraminer wie das berühmte Parfum «Chanel No 5» duftet und bei lockerer Stimmung unter einem Schattenbaum getrunken werden sollte.

Ein herzlicher Dank gilt Regina und Christian Kelter, welche uns diese wiederum bestens vorbereitete Reise organisiert haben. Gemeinsam unterwegs zu sein, bedeutet immer auch, sich auszutauschen und voneinander zu erfahren. Dies gibt Kraft und Freude, auch im Alltag in unserer Gemeinde und Pfarrei Gemeinschaft zu leben.

Für die Reisegruppe: Peter Bieri

Weitere Bilder gibt es in unserer Galerie.