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2018 01 19 kirche geht 53

«Voller Sehnsucht»

Alle Teilnehmer aus Deutschland und der Schweiz führte die gleiche Sehnsucht nach St. Anton in Zürich zum Netzwerktreffen von „Kirche geht“ (www.kirche-geht.ch) am 19. Januar 2018: einen Wandel in der Kirche mitzugestalten. Kirche muss sich wandeln, davon sind viele überzeugt. Nicht, weil die Kirchen zu leer werden. Sondern weil sie sonst verpasst, das Wirken Gottes in der Welt an vielen verschiedenen Orten und in vielen verschiedenen Menschen (in- und ausserhalb von Kirche) überhaupt wahrzunehmen. Und sie muss sich wandeln, weil es nur mit all diesen Menschen möglich ist, die Welt im Sinne Gottes zu einem Ort zu verändern, der das erfahrbar macht, was wir Reich Gottes nennen.
Für diese Veränderung braucht es neue Haltungen und ein offenes und vertrauensvolles Zugehen auf andere. Es braucht den Mut, sich von anderen belehren zu lassen und die Freude darüber, dass wir in unserer aktiven Nachfolge Jesu nicht alleine sind.

«Partizipation»

Im Netzwerktreffen teilten wir Erfahrungen auf diesem Weg, der vor allem eins ist: PARTIZIPATIV. Und in dieser Partizipation, der aktiven Beteiligung aller, liegen unsere Chancen aber auch Probleme. Dort wo Menschen spüren, dass sie - auch in der Kirche - mit ihren Bedürfnissen, ihrer Not gehört werden und vor allem auch ihre Erfahrungen mit Gott und Glauben wertvoll und notwendig sind, kann neue Energie, neue Freude und vor allem der Mut entstehen, selbst aktiv und selbstbewusst Kirche zu prägen. Gleichzeitig ist es aber dieser Wunsch nach Partizipation aller, der Angst macht oder die Frage aufwirft: Kann ich das überhaupt? Muss ich überhaupt aktiv werden, wenn wir dafür „Spezialisten“ haben?

«Schatz-Hebe-Gemeinschaft»

Am eigenen Leib haben die Teilnehmer genau das erfahren: Dass sie wertvolle Schätze weitergeben können, die den nötigen Wandel in der Kirche voran treiben; dass sie alle Kompetenzen haben, um überzeugend und auf Augenhöhe mit anderen zu diskutieren und den Blick aufs Wesentliche im Leben aus dem Glauben zu fokussieren.
Unterstützt wurde diese Erfahrung durch die partizipativen Methoden des Treffens. Im gemeinsamen „Story Telling” ernteten wir Erfahrungen anderer im Zusammenhang mit einem Besuch in England zum Thema FreshX, mit dem Erblühen durch notwendige Veränderungen im Religionsunterricht, mit Begegnungen vom Taizé-Treffen in Basel, mit dem Projekt „Stadtnomaden“ und mit bereichernder, punktueller Zusammenarbeit mit freikirchlichen Gruppen.
Am Nachmittag war es der „Open Space“, der Räume bot, sich zu frei gewählten Fragen und Themen auszutauschen, sich zu bereichern und nach konkreten Möglichkeiten weiterer Schritte zum Wandel zu suchen. Am Ende des Tages waren alle beschenkt mit einer reichen Ernte, mit der Freude am Erlebten und mit der Sehnsucht, dass es weiter geht.

«Es braucht auch Sie!»

Und wie sieht es mit Ihnen aus? Haben Sie auch Sehnsucht nach einer Kirche, die sich wandelt? Dann folgen Sie Ihrer Sehnsucht und werden Sie doch Teil unseres Netzwerkes. Konkret vor Ort in unserer Pfarrei und über www.kirche-geht.ch (hier gibt es auch weitere Infos). Denn Sie sind gerade die Person, die es für den nächsten Schritt braucht.