Texte und Dokumente

Beine mit Schuhen auf dem Boden.

Der Beginn – früher als gedacht

Wann beginnt für Sie persönlich der Gottesdienst? Wenn Sie die Kirche betreten, wenn der erste Ministrant beim Glockenschlag den Raum betritt und Sie aufstehen? Oder ist es doch der Moment in dem der Priester/Vorsteher sagt: „Wir beginnen im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ und Sie „Amen“ sagen? Das Kreuzzeichen gibt dem Gottesdienst vielleicht eine rituelle und gemeinschaftliche Form, aber der Gottesdienst beginnt früher, nämlich mit der Versammlung aller, die zum Gottesdienst kommen wollen. Zentral ist also nicht das Kreuzzeichen, sondern die Gemeinschaft, die sich aus vielen Häusern und Wohnungen aufmacht um sich und vor allem Jesus zu begegnen.

Das Schuhe-Binden

Der Gottesdienst beginnt mit Ihrer Entscheidung, Ihrem Schuhe binden, Ihrer Sehnsucht danach Gott und den Menschen, die an ihn glauben, zu begegnen. Die Begegnung gehört wesentlich zum Gottesdienst dazu! Das Gespräch miteinander, das Erzählen, das Anteilnehmen. Wer trauert? Wer freut sich über ein neues Kind, einen neuen Enkel? Wer ist krank, für wen müssen wir beten?

Gedanken an der Garderobe

Vielleicht denken Sie schon am nächsten Sonntag an Ihrer Garderobe daran, dass der Gottesdienst schon in diesem Moment beginnt. Dass Sie dem Ruf Gottes, Ihrer Sehnsucht nach dem Gottesdienst folgen, auch wenn dieser Ruf nicht immer gleich spürbar ist. Und – kommen Sie doch nicht mit dem letzten Glockenschlag! Gottesdienst heisst: Versammlung der Gläubigen. Nehmen Sie sich Zeit für die Begegnung und für einen kurzen Schwatz, nehmen Sie Anteil aneinander und las- sen Sie sich von der Gemeinschaft und dem Gebet tragen!