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folge05 bitten

«Bitten im Alltag»

Wie oft am Tag bitten wir andere Menschen um etwas: Könntest du mir bitte… Würdest du bitte…? Und auch wir werden ständig um etwas gebeten. Vieles tun wir gerne, manches kostet uns Überwindung und manches übersteigt unsere Möglichkeiten.

«Fürbitten mit Vertrauen»

„Bittet so wird euch gegeben“ sagt Jesus einmal zu seine Jüngern und motiviert sie damit all ihre Anliegen im Gebet Gott anzuvertrauen. Bitten an Gott zu richten ist ein grosses Privileg, dass wir Christen haben! Wahrscheinlich gehört das Bitten auch zu Ihrer persönlichen Gebetspraxis. Doch auch ein Teil im Gottesdienst ist besonders für unsere Bitten und Anliegen gedacht.Es ist ein besonderer Moment, in dem alle Gottesdienstbesucher priesterlich beten, dass heisst ihre Verantwortung füreinander und für die Welt wahrnehmen. Das ist ein wichtiger Dienst. Ein monotones „wir bitten dich erhöre uns“ ist eine traurige Antwort. Es geht darum, dass wir gemeinsam vor Gott für dieses Anliegen einstehen und das vorgetragene Fürbittgebet bekräftigen.

Es geht in den Fürbitten nicht um moralische Keulen und versteckte Selbsterziehung sondern um ein tiefes Vertrauen, dass Gott in der Gegenwart wirkt. Mit unserer Bitte geben wir Zeugnis von unserem Glauben, dass Gott wirklich handelt. In den Fürbitten nehmen wir uns Zeit Gott mit den Anliegen der Welt, Frieden, Gerechtigkeit, Hunger, Krieg und Naturkatastrophen zu konfrontieren. Im guten Wissen, dass er es schon weiss, wir aber die Hoffnung auf eine bessere Welt nicht aufgeben.

Es ist aber auch die Zeit in der wir konkret für unsere Pfarrei beten, für Menschen, die mit uns leben, für die Kranken, die nicht da sein können, für die Sterbenden und alle die Trauern. Die Fürbitten sind auch ein Ausdruck unserer Gemeinschaft als Kirche und unserer Sorge füreinander.      

Nutzen wir doch die Zeit der Fürbitten und der kurzen Stille für unserer eigenen Anliegen um Gott mit unserem Gebet zu bestürmen. Kraftvoll, Hoffnungsvoll und mit kindlichem Vertrauen, denn „wer bittet, dem wird gegeben.