Predigtnachlese

Die Finanzen und die Lieben
egal, ob schwul oder geschieden,
anpassen an unsere Zeit,
das gefiele uns, den Leut'.

Doch die wahren Innovationen
kommen selten ganz von oben.
Wirklich Neues, - wissen wir -
beginnt doch meist bei dir und mir.

Darum freut mich die Geschicht'
die der Blauring uns hat bericht'
Pezzettino merkt nach Tücken,
dass er besteht aus vielen Stücken.

Stärken, Schwächen, Interessen,
Liebenswertes mit Finessen.
Das haben wir. So geht's allen gleich.
Wir machen Gutes und auch Seich.

Das lohnt nun wirklich zu bedenken
wollen wir uns durchs Leben lenken.
„Selbstbewusstsein" heisst das - hatten wir -
als Thema letztes Jahr schon hier.

„Wer bin ich?" und „Was kann ich machen?"
„Was ist mir wichtig?" „Was für Sachen
soll ich tun und kann ich lassen?
Wo gilt's zu sparen? Wo zu prassen?"

„Wie gestalte ich mein Leben?"
„Wofür lohnt es, sich zu regen?"
„Worin finde ich den Sinn?"
„Was bringt wirklich mir Gewinn?"

Jesus rät uns hinzuschauen
und auf Gutem aufzubauen.
Weil der Schatz im Acker ruht
tut die Sinnsuche uns gut.

Solcher Schatz und solche Perlen
bedeuten: wir sind Gottes Erben.
Gott verheisst uns sonnenklar,
Leben in Fülle, wunderbar!

Ich wünscht' ihr kämt auf den Geschmack,
dass Freude ihr am Leben habt.
Ihr lebt im Licht, gebt das doch weiter,
so stimmen Christen andere heiter.

Die Narren lachen nur drei Tage,
die Christen jedoch ohne Frage,
sie dürfen täglich neu es wagen,
der Welt ein Lächeln zuzusagen.

Jetzt habt ihr hoffentlich vernommen,
welchen hohen Wert ihr habt bekommen.
Ihr seid das Salz, seid Licht, seid Lachen,
dürft anderen ganz viel Freude machen.

Hier will ich meine Predigt schließen,
will euch nicht mit „Zuviel" verdrießen.
Ich hoff', es war nicht allzu fade,
das fänd' ich nämlich wirklich schade.

Und weil geschwätz'ge Theologen
sich gern fürs letzte Wort mal loben,
rat ich euch, meine Herrn und Damen,
sagt mit mir jetzt zusammen "Amen!"

 

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