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Heimat oder Dihei? – „Be my guest“ fragt nach den Wurzeln

Ein Rückblick
21. Januar 2026
Heimat oder Dihei? – „Be my guest“ fragt nach den Wurzeln

„Ich bin verwurzelt in der Schweiz, zuhause in Schweden und im Herzen in Mailand beheimatet.“ So etwa lautete die Antwort von Urs Bernhard (Schweizer Filmemacher, Fotograf, Journalist, nach Schweden ausgewandert) auf die Frage von Moderatorin und Sängerin Noemi Franchini, wo denn seine Heimat wäre. Auf dem Sofa im voll besetzten Restaurant Maihölzli in Hünenberg sitzen noch zwei weitere Gäste, die Band spielt und Noemi Franchini wechselt routiniert zwischen Talkrunde und Gesangsmikrofon. Es ist der dritte Abend von „Be my guest – Musik und Talk mit Noe und Band“, zu dem die Pfarrei Heilig Geist geladen hat.

Mit dabei ist auch Rachel Currie, gebürtig aus London, die inzwischen 15 Jahre im Kanton Zug lebt. Sie erzählt vom Ankommen und Integrieren in der Schweiz, wie sie z.B. ihren englischen Freundinnen erklärt, was ein Räbelichtli ist, und dass die Familie im Sport gleichwohl Rugby-begeistert bleibt. Der Ingenieur Lukas Schmid ist von Steinhausen nach Uri gezogen, der Liebe wegen, und vermisst manchmal den Steinhauser Wald. In Altdorf fühlt er sich inzwischen zuhause, auch wenn er als Christ weiss, dass es auf der Erde keine endgültige Heimat gibt.

Zwischen den Gesprächen gibt’s tolle Live-Musik: Trauffer’s „Heiterefahne, mis Herz ghört da hi“ und Kunz‘ „Vierwaldstättersee“, der an diesem Abend zum Zugersee wird, gehen zu Herzen. Und natürlich darf bei diesem Thema ein Song nicht fehlen und der beschliesst den stimmungsvollen Abend: „Heimweh“ von Plüsch. An den Tischen gehen die Gespräche anschliessend weiter: Wo fühlst du dich zuhause? Wie war es, als du umgezogen bist? In welcher Nationalität fühlen sich deine Kinder beheimatet? Im Restaurant Maihölzli fühlen sich jedenfalls an diesem Abend alle ein bisschen wie im eigenen Wohnzimmer.

Für die Pfarrei Heilig Geist Hünenberg: Regina Kelter